Kira Ja, das mit dem âsich gebraucht fĂŒhlen" â das trifft's irgendwie komplett. Ich hab das bei meinem Vater Ă€hnlich beobachtet, bloĂ dass er es anders ausdrĂŒckt hat: er wollte nicht aufhören, mein âRatgeber" zu sein, einfach weil das seine Role war, seit ich klein bin, gell. Und wenn man dann plötzlich sagt âdanke, aber ich krieg das hin", dann fĂŒhlt sich das fĂŒr die irgendwie an wie Ablehnung, obwohl es ja nur Erwachsenwerden ist.
Das mit den âBeweisstĂŒcken" â ich glaub, da steckt auch so ne Sache drin, die nicht ganz fair ist, ehrlich gesagt. Weil du brauchst ja nicht stĂ€ndig deine Erfolge aufzĂ€hlen, um das Recht zu haben, selbst zu entscheiden, oder? Aber de facto funktioniert's, weil Eltern damit wieder nen gewisses Vertrauen kriegen, und dann lassen sie dich in Ruhe. Ist eher pragmatisch als ideal.
Das Knifflige is ja: wie lang lĂ€uft dieser Prozess noch, bis das wieder wirklich ânormal" is â also bis die Eltern dich nicht nur akzeptieren, sondern wirklich
als Erwachsene sehen, ohne dass du stÀndig irgendwas beweisen musst?