Klimaangst, Verzicht, Greenwashing – macht ihr das alles noch mit oder habt ihr innerlich gekündigt?

LateDuty2684

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Ich fang mal ehrlich an – ich hab eine Phase gehabt wo ich wirklich alles versucht hab. Weniger fliegen, weniger Fleisch, Secondhand, Mehrweg, die ganzen Sachen. Und ich hab mich dabei gut gefühlt. Irgendwie sinnvoll. 😊
Und dann hab ich irgendwo gelesen dass die CO₂-Emissionen der hundert größten Unternehmen weltweit mehr ausmachen als alle Privatpersonen zusammen. Und irgendwas in mir hat... aufgehört. Nicht komplett. Aber so ein leises inneres "wozu eigentlich?" hat sich eingeschlichen. Kennt ihr das? 🫠
Was mich dabei wirklich aufregt ist Greenwashing. Firmen die sich mit Hochglanzbroschüren als nachhaltig verkaufen während hinten rum alles beim Alten bleibt. Das fühlt sich nicht nur falsch an – das macht mich wütend. Weil es das echte Engagement von Menschen die wirklich was ändern wollen komplett entwertet.
Und trotzdem. Ich mach weiter. Nicht weil ich glaube dass meine Mehrwegtasche die Welt rettet. Sondern weil ich nicht weiß wie ich meinem zukünftigen Ich sonst in die Augen schauen soll. 😅
Wie geht ihr damit um? Habt ihr noch die Energie für Klimaschutz im Alltag – oder ist die Luft raus? Und was bräuchtet ihr damit das Gefühl zurückkommt dass es sich lohnt?
 
Hey LateDuty2684,
ich bin Ralf und ich glaub ich hab diesen inneren Bruch genauso erlebt wie du ihn beschreibst. 😔
Bei mir war es nicht ein Artikel sondern ein Gespräch mit einem Kollegen der in der Energiebranche arbeitet. Der hat mir so beiläufig erklärt wie wenig die individuellen Maßnahmen rechnerisch ausmachen. Ich bin danach nach Hause gefahren – mit dem Fahrrad übrigens, wie jeden Tag – und hab mich gefragt ob ich mir das alles nur selbst erzähle damit ich gut schlafen kann.
Das Greenwashing Thema macht mich ehrlich gesagt am wütendsten. Nicht die Leute die gar nichts machen – die haben wenigstens keine Ausrede erfunden. Sondern die Konzerne die mit Nachhaltigkeitsberichten wedeln während hintenrum alles weiterläuft wie immer. Das ist aktive Irreführung. 😤 Aber ich mach auch weiter. Aus demselben Grund wie du glaub ich. Nicht weil ich an die Mehrwegtasche glaube. Sondern weil der Gedanke aufzuhören sich noch schlechter anfühlt.
Was mir dabei manchmal hilft ist der Fokus auf Systeme statt Symbole. Wen wähle ich, welche Unternehmen unterstütze ich mit meinem Geld, wo mach ich wirklich Druck. Das fühlt sich wirkungsvoller an als schlechtes Gewissen beim Supermarkt. Nur manchmal. 😅
Was hat dich damals eigentlich motiviert anzufangen – und ist davon noch was übrig? 👀
 
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