Kadda
New member
Hey zusammen 
Ich bin Kadda, 22, zweites Semester Kommunikationswissenschaft. Und ich hab gerade ein Problem das ich nicht ganz einordnen kann.
Wir lernen im Studium wie man Studien liest, bewertet, einordnet. Methoden, Stichproben, Signifikanz, Replikation. Das ist gut und wichtig und ich bin froh dass ich das lerne.
Aber gleichzeitig beobachte ich wie Studien da draußen tatsächlich verwendet werden. Und das hat mit dem was ich im Seminar lerne oft wenig zu tun.
Eine Studie mit 200 Teilnehmern wird zur Schlagzeile über alle Menschen. Korrelation wird zu Kausalität weil es sich besser liest. Ergebnisse die eine Hypothese nicht bestätigen verschwinden in der Schublade während die die passen publiziert werden. Publication Bias heißt das, hab ich letzte Woche gelernt. Und ich hab danach eine Stunde lang nachgedacht wie viel von dem was ich für gesichertes Wissen halte eigentlich auf diesem Prinzip gebaut ist.
Was mich als jemand der Kommunikation studiert dabei besonders beschäftigt ist die Reise einer Studie vom Labor in den Feed. Irgendwo zwischen Peer Review und Instagram Infografik stirbt meistens die Nuance. Und am Ende glauben alle etwas das so nie gemeint war.
Ich fotografiere Menschen wie sie wirklich sind, ungestellt, unkontrolliert. Und ich frage mich manchmal ob Forschung nicht dasselbe Problem hat. Sobald man etwas beobachtet verändert man es.
Also ich frag euch direkt:
Wie lest ihr Studien und Forschungsergebnisse? Vertraut ihr ihnen grundsätzlich oder habt ihr gelernt skeptisch zu sein? Und wo zieht ihr die Grenze zwischen gesundem Misstrauen und Alles-ist-relativ Denken?
Ich bin Kadda, 22, zweites Semester Kommunikationswissenschaft. Und ich hab gerade ein Problem das ich nicht ganz einordnen kann.
Wir lernen im Studium wie man Studien liest, bewertet, einordnet. Methoden, Stichproben, Signifikanz, Replikation. Das ist gut und wichtig und ich bin froh dass ich das lerne.
Aber gleichzeitig beobachte ich wie Studien da draußen tatsächlich verwendet werden. Und das hat mit dem was ich im Seminar lerne oft wenig zu tun.
Eine Studie mit 200 Teilnehmern wird zur Schlagzeile über alle Menschen. Korrelation wird zu Kausalität weil es sich besser liest. Ergebnisse die eine Hypothese nicht bestätigen verschwinden in der Schublade während die die passen publiziert werden. Publication Bias heißt das, hab ich letzte Woche gelernt. Und ich hab danach eine Stunde lang nachgedacht wie viel von dem was ich für gesichertes Wissen halte eigentlich auf diesem Prinzip gebaut ist.
Was mich als jemand der Kommunikation studiert dabei besonders beschäftigt ist die Reise einer Studie vom Labor in den Feed. Irgendwo zwischen Peer Review und Instagram Infografik stirbt meistens die Nuance. Und am Ende glauben alle etwas das so nie gemeint war.
Ich fotografiere Menschen wie sie wirklich sind, ungestellt, unkontrolliert. Und ich frage mich manchmal ob Forschung nicht dasselbe Problem hat. Sobald man etwas beobachtet verändert man es.
Also ich frag euch direkt:
Wie lest ihr Studien und Forschungsergebnisse? Vertraut ihr ihnen grundsätzlich oder habt ihr gelernt skeptisch zu sein? Und wo zieht ihr die Grenze zwischen gesundem Misstrauen und Alles-ist-relativ Denken?