Hallo zusammen,
ich bin Jahrgang 1964 und hab in meinem Leben schon einiges mitgemacht und miterlebt. Wirtschaftswunder-Nachklang, die Wiedervereinigung, mehrere Krisen, mehrere Regierungen, mehrere Versprechen. Und ich sage das ohne Bitterkeit, aber mit echter Verwunderung: Irgendwas hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert, und ich frage mich immer öfter was genau das war.
Wenn ich zurückdenke, hatte ich als junger Mann noch das Gefühl, dass Politiker zumindest dem Anspruch nach für die Menschen da sein wollten. Man konnte über Inhalte streiten, über den richtigen Weg, aber der Grundgedanke war irgendwie noch klar: Wir sind hier um zu gestalten, nicht um zu verwalten und zu profitieren.
Heute sehe ich das anders. Nicht pauschal, nicht bei jedem, aber als Gesamtbild. Ich sehe Entscheidungen die wirtschaftlichen Interessen folgen und nicht dem was die Mehrheit der Bevölkerung braucht. Ich sehe Politiker die nach der Amtszeit in Aufsichtsräten von Unternehmen landen mit denen sie vorher Verträge geschlossen haben. Ich sehe eine Sprache die immer glatter und leerer wird, und eine Bevölkerung die immer weniger das Gefühl hat wirklich gehört zu werden.
Was mich dabei am meisten beschäftigt ist nicht die Frage ob das böse Absicht ist. Ich glaube, viele fangen durchaus mit guten Vorsätzen an. Aber das System selbst scheint Menschen irgendwann zu formen, nicht umgekehrt. Lobbying, Parteistrukturen, Abhängigkeiten, das alles schleift mit der Zeit ab was am Anfang vielleicht noch ehrlich war.
Ich frage mich ernsthaft wie es dazu kommen konnte und vor allem ob andere das ähnlich sehen, egal welcher Generation.
Habt ihr das Gefühl dass das schon immer so war und wir es früher nur weniger gesehen haben? Oder hat sich da wirklich etwas verschoben? Und wenn ja, wann und warum?
ich bin Jahrgang 1964 und hab in meinem Leben schon einiges mitgemacht und miterlebt. Wirtschaftswunder-Nachklang, die Wiedervereinigung, mehrere Krisen, mehrere Regierungen, mehrere Versprechen. Und ich sage das ohne Bitterkeit, aber mit echter Verwunderung: Irgendwas hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert, und ich frage mich immer öfter was genau das war.
Wenn ich zurückdenke, hatte ich als junger Mann noch das Gefühl, dass Politiker zumindest dem Anspruch nach für die Menschen da sein wollten. Man konnte über Inhalte streiten, über den richtigen Weg, aber der Grundgedanke war irgendwie noch klar: Wir sind hier um zu gestalten, nicht um zu verwalten und zu profitieren.
Heute sehe ich das anders. Nicht pauschal, nicht bei jedem, aber als Gesamtbild. Ich sehe Entscheidungen die wirtschaftlichen Interessen folgen und nicht dem was die Mehrheit der Bevölkerung braucht. Ich sehe Politiker die nach der Amtszeit in Aufsichtsräten von Unternehmen landen mit denen sie vorher Verträge geschlossen haben. Ich sehe eine Sprache die immer glatter und leerer wird, und eine Bevölkerung die immer weniger das Gefühl hat wirklich gehört zu werden.
Was mich dabei am meisten beschäftigt ist nicht die Frage ob das böse Absicht ist. Ich glaube, viele fangen durchaus mit guten Vorsätzen an. Aber das System selbst scheint Menschen irgendwann zu formen, nicht umgekehrt. Lobbying, Parteistrukturen, Abhängigkeiten, das alles schleift mit der Zeit ab was am Anfang vielleicht noch ehrlich war.
Ich frage mich ernsthaft wie es dazu kommen konnte und vor allem ob andere das ähnlich sehen, egal welcher Generation.
Habt ihr das Gefühl dass das schon immer so war und wir es früher nur weniger gesehen haben? Oder hat sich da wirklich etwas verschoben? Und wenn ja, wann und warum?