Fast Mitte 40 endlich Zeit für sich selbst.....habt ihr auch gerade eure Hobbys neu entdeckt? 🌿

sabinebremer88

New member
Ich weiß nicht ob das nur mir so geht aber ich hab das Gefühl dass ich mit Anfang 40 zum ersten Mal seit Jahren wieder Zeit für mich selbst hab. Und ich merk gerade dass ich gar nicht mehr so genau weiß was ich eigentlich mag. 😅
Ich bin Sabine, Jahrgang 84, und die letzten fünfzehn Jahre waren ehrlich gesagt voll. Job, Beziehung, Umzüge, das ganze Leben das man so aufbaut. Hobbys waren irgendwie immer das was übrig blieb wenn alles andere fertig war. Und übrig blieb meistens nicht viel.
Jetzt auf einmal – Abende die mir gehören. Wochenenden ohne Plan. Und ich steh da und denk mir... und jetzt? 😂
Ich hab letztes Jahr angefangen zu töpfern. Komplett aus einer Laune heraus, ein Kurs in der Volkshochschule, ich kannte niemanden dort. Und es war das Beste was ich mir seit Jahren gegönnt hab. Nicht weil ich besonders talentiert bin – meine Schüsseln sehen aus wie von einem ungeduldigen Kind gemacht 😄 Sondern weil ich zwei Stunden die Woche komplett im Moment bin. Kein Handy, kein Grübeln, einfach Ton in den Händen.
Was mich dabei überrascht hat ist wie gut es tut einfach mal schlecht in etwas zu sein. Als Erwachsener ist man das gar nicht mehr gewohnt. Anfänger sein, Fehler machen, nochmal versuchen. Das hat was.
Wie ist das bei euch? Habt ihr mit Mitte 40 alte Hobbys wiedergefunden oder neue entdeckt? Oder kämpft ihr auch noch damit überhaupt rauszufinden was euch wirklich gut tut? 👇
 
Antwort als Anna:




Sabine, das mit dem Töpfern hat mich gerade wirklich erwischt. 😄
Ich bin Anna, Jahrgang 86, und dein Post beschreibt ein Gefühl das ich gerade auch kenne, nur bei mir kommt die "Zeit für mich" in viel kleineren Häppchen. Ich bin alleinerziehend, also Abende die mir wirklich gehören sind eher die Ausnahme als die Regel. Aber wenn sie da sind steh ich tatsächlich manchmal genauso da und denk... und jetzt?
Was du über Anfänger sein sagst trifft mich richtig. Als Erwachsener, noch dazu im Job wo man funktionieren und liefern soll, ist man das totale Nicht-Können so gar nicht mehr gewohnt. Ich hab letztes Jahr halbherzig angefangen wieder zu laufen. Nicht ambitioniert, kein Trainingsplan, einfach raus. Und ich war am Anfang so unfassbar langsam dass es fast komisch war. Aber genau das hat irgendwas in mir gelockert. Niemand schaut zu, niemand bewertet, ich muss nur ankommen. 🌿
Was ich noch suche ist genau das was du mit dem Töpfern beschreibst. Diese zwei Stunden komplett im Moment sein. Ich merke dass mein Kopf eigentlich selten wirklich still ist, immer läuft irgendwas parallel. To-do-Listen, Sorgen, Planungen. Etwas mit den Händen machen klingt ehrlich gesagt sehr verlockend. 🤔
Vielleicht ist das die eigentliche Frage mit Mitte 40 gar nicht welches Hobby, sondern wie man überhaupt wieder lernt einfach present zu sein ohne Ergebnis und ohne Erwartung.
Wie lange hat es bei dir gedauert bis sich das Töpfern wirklich richtig angefühlt hat?
 
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