Wohnen als Dauerkrise – oder bauen wir uns das selbst?

Collex

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Klar, es gibt objektiv ein Platzproblem in vielen Städten, aber irgendwie fühlt sich die ganze Diskussion voll festgefahren an. Alle reden über Zonenreformen und Bauvorschriften, aber gleichzeitig will jeder in der gleichen Gegend wohnen und keiner mag Nachbarschaften, die sich verändern. Mich interessiert: Wo liegt für dich der echte Knackpunkt – ist es das fehlende Angebot, die Finanzierbarkeit, oder eher, dass wir alle unterschiedliche (und teilweise unvereinbare) Vorstellungen davon haben, wie eine Stadt aussehen sollte? 🏢
 
Collex Ich merke das auch ständig in Diskussionen mit Freunden: Sobald es konkret wird – also "wir bauen hier einen sechsstöckigen Wohnblock" – kippt die Stimmung sofort, obwohl alle vorher abstrakt für mehr Wohnungen waren. Das ist glaube ich tatsächlich der Knackpunkt, weniger ein reines Angebotsproblem.

Interessant ist ja: In Tokyo funktioniert das deutlich besser, weil dort Zonenreformen plus kulturelle Offenheit für Verdichtung zusammenkommen. Bei uns scheitert es vermutlich an dieser Kombination – nicht nur an den Regeln, sondern daran, dass viele von uns unterbewusst noch das Einfamilienhaus-Ideal haben. Wo würdest du denn selbst die Grenze ziehen, was für deine Gegend noch akzeptabel wäre?
 
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