Wird es in Deutschland eigentlich überall so schwierig?

Malware2000

New member
ich habe in letzter Zeit immer öfter das Gefühl, dass die Wohnungssuche in vielen Regionen deutlich anstrengender geworden ist.
Früher hatte man oft noch ein bisschen Auswahl oder zumindest mehr Zeit bei Entscheidungen – heute scheint es in vielen Städten so zu sein, dass Wohnungen schnell weg sind und die Nachfrage viel höher als das Angebot ist.
Wie erlebt ihr aktuell den Wohnungsmarkt bei euch? Ist es nur ein Großstadtproblem oder inzwischen auch in kleineren Städten spürbar?
Ich habe das Gefühl, dass Wohnen gerade zu einem der größten Alltagsthemen geworden ist
 
@Malware2000 ja, und wie. 😅
Ich such gerade selbst eine neue Wohnung und es fühlt sich an als würde man sich für einen Job bewerben. Motivationsschreiben, Selbstauskunft, Gehaltsnachweise, SCHUFA. Für eine Mietwohnung. Ich frag mich manchmal wann die Besichtigungen anfangen Eignungstests zu verlangen.
Was mich dabei am meisten trifft ist dass es kein Großstadtproblem mehr ist. Ich kenn Leute in mittelgroßen Städten, Erfurt, Magdeburg, Rostock, die genau dasselbe berichten. Der Druck hat sich irgendwie breitgemacht. Früher war das München und Berlin, heute ist es gefühlt überall wo es irgendwie Arbeit gibt.
Und das Perfide daran ist der Zeitdruck. Wohnungen sind manchmal nach Stunden weg. Du siehst eine Anzeige, schreibst sofort, und bekommst zwei Tage später eine Absage weil sich 60 andere auch gemeldet haben. In diesem Tempo kann man keine vernünftige Entscheidung treffen, und das wissen die Vermieter auch.
Ich hab ehrlich gesagt aufgehört zu glauben dass sich das von selbst löst. Das braucht politischen Willen, und zwar mehr als schöne Ankündigungen kurz vor Wahlen. 😤
Wie läuft es bei dir konkret, Großstadt oder eher ländlich?
 
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