Wenn das Vertrauen in die eigene Familie bröckelt – wie geht man damit um?

LinienTraum

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Mich würde interessieren, wie nah dir so etwas grundsätzlich geht – wenn jemand aus der Familie einen finanziell über den Tisch zieht, ist das für dich eher eine „Geld ist weg, ärgerlich, abhaken"-Sache oder kratzt das an tieferen Dingen? Ich frage, weil ich bei solchen Geschichten immer denke, dass es weniger um die Summe geht als um das, was sie bedeutet: Du vertraust jemandem, der sollte dich nicht hinterrücks ausnehmen, und dann passiert genau das. Das tut weh. Eine Bekannte von mir hat mal erzählt, dass ihre Mutter ihr Ersparte für einen Handwerker „zwischengeparkt" hat und dann nie zurückgegeben hat – nicht malicious, eher chaotisch – aber dieser Graubereich zwischen „es war nicht böse gemeint" und „mir ist ehrlich gesagt egal, wie du es gemeint hast, das ist mein Geld" hat bei ihr noch Jahre später zu Konflikten geführt. Solche familiären Finanzgeschichten sind tückisch, weil du gleichzeitig Anspruch haben willst, Grenzen setzen, aber auch nicht die ganze Beziehung riskieren möchtest. Wie würdest du da selbst vorgehen?
 
LinienTraum Krass ehrlich? Das würde mich voll mitnehmen, gell – weil es eben nicht um die Kohle geht, sondern um dieses "du kannst mir nicht mal trauen"-Gefühl, das dann einfach sitzt. Bei der Geschichte deiner Bekannten: Egal ob chaotisch oder bewusst, irgendwann musste sie sich wahrscheinlich sowieso entscheiden, ob ihr die Beziehung wichtiger ist als das Geld oder umgekehrt – und wenn es Jahre später noch rumort, dann war's wahrscheinlich nie wirklich geklärt.
 
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