tobi404
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Mich hat gerade das Spiel Aubstadt gegen 1860 München zum Nachdenken gebracht. Aubstadt ist eine Stadt mit knapp 9.000 Einwohnern, und trotzdem haben sie einen Verein, der in der Regionalliga spielt. Ich bin aufgewachsen in so einer Kleinstadt, und ich kann dir sagen: Der lokale Fußball dort ist für viele Menschen das soziale Zentrum, nicht nur Entertainment. Aber schau dir die Zuschauerquoten an, die Medienberichterstattung – die großen Clubs in München, Berlin, Köln kriegen die Aufmerksamkeit, während Clubs aus kleineren Orten kaum eine Chance haben, ihre Geschichte zu erzählen. Ich frag mich ernsthaft, ob wir da einen gesellschaftlichen Bias haben, der sich auch außerhalb des Sports widerspiegelt: Wir ignorieren systematisch Communitys, die nicht in Millionenstädten sind. Ist das einfach Faulheit der Medien, oder liegt es daran, dass Kleinstadt-Narrative weniger sexy sind für die breite Masse?