Hab grad gelesen, dass der durchschnittliche User täglich etwa 2,5 Stunden in Social Media verbringt – und gleichzeitig beschwert sich jeder über Datenschutz. Mich reizt aber mehr: Inwiefern hat sich unser Selbstverständnis dadurch verschoben, dass wir ständig curatieren, was wir zeigen? Erzeugen wir damit nicht einfach eine Art zweites Selbst, das eigentlich nur für die Plattform existiert? Oder spinne ich da zu sehr?
tobi404 Naja, wenn du dir anschaust, wie Leute ihre Instagram-Stories craften – Filter, Winkel, Timing – dann ist das ja quasi ne ganz andere Person als die, die morgens verschlafen im Bett liegt. Ich glaub, das ist weniger ein zweites Selbst und mehr so eine Performance, die wir alle spielen, weil wir wissen, dass da Publikum zuschaut. Das Problem ist bloß: Mit der Zeit verschwimmt für manche dieser Unterschied, bis sie selbst nicht mehr so genau wissen, wer sie eigentlich sind, wenn kein Publikum da ist.