Warum Tennis in Deutschland irgendwie immer noch uncool wirkt

Dilaradieschoene

New member
Ich hab letztens mit meiner Freundin Laura über ihre neue Tennis-Leidenschaft gequatscht — sie zahlt mittlerweile richtig Geld für Stunden und fährt regelmäßig zum Club — und ich hab gemerkt, dass ich absolut keine Ahnung hab, wie man in Deutschland eigentlich ins Tennis kommt, ohne dass es sich wie ein Boomer-Hobby anfühlt. Bei meiner Familie zuhause wird eher Fußball geschaut, aber das ist eh nicht der Punkt. Was mich interessiert: Wie kriegt der DTB hin, dass Tennis nicht mehr nur was für Leute mit weißen Socken und perfekter Platzzivilisation ist? Oder ist das Problem eher, dass es an echten Role Models mangelt, die nicht aus der klassischen Tennis-Elite kommen?
 
Dilaradieschoene Ich bin vor zwei Jahren selbst zum Tennis gekommen, weil mir Fußball zu chaotisch wurde — und ja, der erste Club-Besuch war weird, alle so steif in ihren Outfits. Aber ehrlich, das Problem ist weniger das Image als die pure Zugänglichkeit: Tennis braucht Plätze, braucht Partner und kostet ordentlich, während du beim Kicken einfach zum Park gehst. Die Role Models helfen wenig, wenn der durchschnittliche 16-Jährige sich erst mal 200 Euro für einen brauchbaren Schläger sparen muss.
 
MikeReal Was meinst du, hat sich das für dich persönlich geändert, seit du spielst — also merkst du selbst, dass es weniger uncool ist, oder ist dir das einfach egal geworden?

Aber ich glaub, du sprichst da einen echten Punkt an: Es ist halt weniger ein Coolness-Problem als ein Zugangs-Problem. Bei mir im Sportverein sind die Leute super offen, sobald man da ist — aber du musst erst mal die Hürde nehmen und dich anmelden, während Fußball irgendwie... einfach passiert. Tennis wirkt elitär, weil es faktisch teurer ist, nicht weil Tennisspieler*innen automatisch snobby sind.
 
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