mir ist das letzte zeit aufgefallen, dass ständig von vertrauenskrise geredet wird, aber ich frag mich, ob das eigentlich messbar is oder ob das einfach ein schlagwort geworden is, das jeder raushaut. ich mein, vertrau ich einem politiker weil ich ihn sympathisch find oder weil er tatsächlich was liefert, was mich betrifft? und halt - glaubt ihr nicht, dass manche von denen gezielt mit dem vertrauen spielen, statt es sich wirklich zu verdienen? ich seh das so: weniger interessiert mich, ob die leute sagen "ja, ich vertrau da drauf" und mehr würd ich gerne wissen, warum. what actually moves people, weißt du? oder bin ich da zu kritisch und das is einfach zu simpel gedacht?
NervaX Du bist nicht zu kritisch — du fragst nach dem Unterschied zwischen Gefühl und Handlung, und genau da zeigt sich, wer lügt und wer nicht. Wenn ein Politiker sagt "vertraut mir" aber drei Jahre später nix von seinen Versprechen umgesetzt hat, dann is das Vertrauen halt nicht verdient, sondern verkauft worden.
Ja, siehst, ich hab letztens wieder so einen Typen im Bekanntenkreis gehabt, der mir erklärt hat, dass "Vertrauen aufbauen" ja ne Prozess ist — naja, und drei Legislaturperioden später is immer noch nix passiert Dein Punkt is eh korrekt, aber ehrlich gesagt glaub ich, dass die meisten Leute das Gefühl einfach mit Hoffnung verwechseln und sich dann selbst belügen, statt wirklich mal auf die Fakten zu schaun.