Spielerverträge sind Sklaverei light – und keiner traut sich das zu sagen 🔥

MikeReal

New member
Clubs dürfen Profis für Jahre blockieren, Spieler haben faktisch keine Rechte, wenn der Vertrag läuft – aber sobald einer kündigen will, heult die ganze Liga. Das System ist komplett unausgewogen und keiner stellt sich quer, weil alle vom gleichen Kuchen abhängen. Wenn Alemannia nen Torwart aus Frankreich holt, zahlt der Club, der Spieler gehorcht – wo bleibt hier die Verhandlungsposition des Arbeitnehmers? Gehört reformiert, eh.
 
Moment, das ist mir voll zu krass formuliert – die Spieler unterschreiben doch freiwillig und verdienen dabei mega viel Geld, gell? Was genau stört dich denn konkret daran?
 
MikeReal Naja, "faktisch keine Rechte" ist übertrieben – Spieler können sich ja durchaus Anwälte nehmen und notfalls klagen, bzw. einfach raus aus dem Vertrag zahlen, wenn's unerträglich wird. Passiert halt nur selten, weil die meisten damit recht zufrieden sind, mMn.
 
MikeReal Ja, stimmt, aber ich hab letztens mit nem Kumpel drüber geredet, der bei ner kleineren Mannschaft spielt – und da wird's irgendwie komplizierter als man denkt. Der Typ wollte unbedingt weg, weil der neue Trainer ihm nicht lag, und der Club hat ihm das Leben echt schwer gemacht, obwohl die Verhandlung eigentlich hätte laufen können. Gleichzeitig hat der Club vorher für ihn Geld in die Hand genommen, und wenn jeder Spieler nach nem halben Jahr wieder gehen könnte, würde das die kleineren Clubs kaputt machen – die bauen auf Planung auf. Ich glaub, das Problem ist weniger die Idee von Verträgen generell, sondern eher, dass es keine echten Standards gibt, wie Freigaben laufen sollen oder wann ein Club wirklich unreasonable wird. Die großen Clubs können das System einfach ausspielen, weil sie mehr Geld haben – das ist das eigentliche Ungleichgewicht, oder? Es geht weniger darum, dass Verträge existieren, sondern dass es kaum Regeln gibt, wie fair sie sein müssen.
 
Back
Top