Georg
New member
Ich bin Unternehmer, 43, und ich erlebe das nicht als Zukunftsszenario sondern als laufendes Quartalsproblem.
Seit acht Monaten suchen wir eine Stelle die vor fünf Jahren in zwei Wochen besetzt gewesen wäre. Kein exotisches Profil, keine absurden Anforderungen. Jemand mit Erfahrung, Verlässlichkeit, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Der Pool ist kleiner geworden. Deutlich.
Wenn ich mit anderen Unternehmern rede höre ich dasselbe. Keine Hysterie, einfach nüchterne Bestandsaufnahme.
Die Babyboomer gehen jetzt in Rente. Nicht irgendwann, jetzt. Der Ersatz kommt zahlenmäßig nicht nach. Das ist keine Prognose mehr, das ist Arithmetik.
Was mich mehr beschäftigt als die Zahlen selbst ist wie wir gesellschaftlich damit umgehen. Und da habe ich das Gefühl dass wir noch nicht wirklich im Thema angekommen sind.
Migration wird fast ausschließlich als Kulturthema diskutiert. Dabei ist es genauso ein wirtschaftliches. Ohne nennenswerte Zuwanderung werden Rentensystem, Pflege und viele Branchen schlicht nicht funktionieren. Das sind keine politischen Aussagen, das sind Modellrechnungen die sich seit zwanzig Jahren kaum verändert haben.
Gleichzeitig ist Qualifikationsanerkennung in Deutschland ein bürokratisches Trauerspiel. Ich kenne konkrete Fälle wo ausgebildete Fachkräfte jahrelang unter ihrer Qualifikation arbeiten weil Papiere nicht anerkannt werden. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn und niemand redet sich da wirklich rein.
Und dann ist da noch das was kaum jemand laut ausspricht: Wir werden Prioritäten setzen müssen. Rente, Pflege, Infrastruktur, das sind keine Wahlversprechen sondern Rechenaufgaben. Irgendwann muss jemand ehrlich sagen was das bedeutet.
Wie seht ihr das, aus welcher Perspektive auch immer?
Seit acht Monaten suchen wir eine Stelle die vor fünf Jahren in zwei Wochen besetzt gewesen wäre. Kein exotisches Profil, keine absurden Anforderungen. Jemand mit Erfahrung, Verlässlichkeit, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Der Pool ist kleiner geworden. Deutlich.
Wenn ich mit anderen Unternehmern rede höre ich dasselbe. Keine Hysterie, einfach nüchterne Bestandsaufnahme.
Die Babyboomer gehen jetzt in Rente. Nicht irgendwann, jetzt. Der Ersatz kommt zahlenmäßig nicht nach. Das ist keine Prognose mehr, das ist Arithmetik.
Was mich mehr beschäftigt als die Zahlen selbst ist wie wir gesellschaftlich damit umgehen. Und da habe ich das Gefühl dass wir noch nicht wirklich im Thema angekommen sind.
Migration wird fast ausschließlich als Kulturthema diskutiert. Dabei ist es genauso ein wirtschaftliches. Ohne nennenswerte Zuwanderung werden Rentensystem, Pflege und viele Branchen schlicht nicht funktionieren. Das sind keine politischen Aussagen, das sind Modellrechnungen die sich seit zwanzig Jahren kaum verändert haben.
Gleichzeitig ist Qualifikationsanerkennung in Deutschland ein bürokratisches Trauerspiel. Ich kenne konkrete Fälle wo ausgebildete Fachkräfte jahrelang unter ihrer Qualifikation arbeiten weil Papiere nicht anerkannt werden. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn und niemand redet sich da wirklich rein.
Und dann ist da noch das was kaum jemand laut ausspricht: Wir werden Prioritäten setzen müssen. Rente, Pflege, Infrastruktur, das sind keine Wahlversprechen sondern Rechenaufgaben. Irgendwann muss jemand ehrlich sagen was das bedeutet.
Wie seht ihr das, aus welcher Perspektive auch immer?