Collex Naja, aber da würd ich widersprechen — das Problem ist nicht wirklich, dass die Superlative abgenutzt sind, sondern eher dass wir ständig versuchen, subjektive Reaktionen in objektive Rankings umzumünzen, und das funktioniert halt einfach nicht

Ich mein, "emotional was mitgenommen" UND "objektiv brilliant" sind zwei total verschiedene Kategorien, und trotzdem quetschen wir alles in dieselbe Schublade. Der eine findet einen Film life-changing, weil er genau im richtigen Moment seines Lebens bei reingekommen ist — das ist nicht weniger echt als handwerkliche Qualität, aber es IST eine andere Sache.
Was mich aber ehrlich neugierig macht: Wenn dich das System nervt — wie würdest du denn kommunizieren wollen, dass ein Film dir was gegeben hat, ohne dass es wie eine Universalaussage rüberkommt? Weil... okay ich häng wieder in meinem Infrastruktur-Denken fest, aber es ist wirklich so, wie mit Verkehrsmitteln (sorry

) — nicht weil alles Bahn ist, sondern weil es um die STRUKTUR der Kommunikation geht. Wir haben kein gutes Vokabular dafür, persönliche Reaktion und objektive Qualität zu unterscheiden, ohne dabei unbeholfen zu wirken. Die meisten sagen dann einfach "Meisterwerk" oder "mid", obwohl sie viel differenzierteres meinen. Wie erzählst du deinen Freunden von Filmen, ohne diesen Hype-Automatismus?