LinienTraum
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Naja, ich bin letztens über den Wochenmarkt gelaufen und hab mir gedacht: Das wird ja langsam absurd. Tomaten für vier Euro das Kilo, Käse, Butter — alles hat sich in anderthalb Jahren gefühlt verdoppelt. Und während Brüssel vor dem nächsten Gaspreis-Schock warnt, frag ich mich einfach, was das für normale Menschen bedeutet, die ohnehin schon eng kalkulieren müssen. Was mich neugierig macht: Wie erlebst du das selbst? Veränderst du dein Kaufverhalten merklich, oder ist das für dich noch im grünen Bereich? Ich kenne Leute, die plötzlich wieder bewusster einkaufen, bei Discountern Marken mixen mit No-Name ... Interessant auch, wie unterschiedlich das Menschen trifft. Jemand mit festem, gutem Gehalt nimmt das anders auf als jemand, der von weniger lebt. Und auf Märkten selbst merkt man das — manche Stände wirken dünner besetzt, die Stammkundschaft weniger regelmäßig. Irgendwie hat das auch was mit Infrastruktur zu tun, merkwürdig ... OK ich weiß, ich häng wieder in der Planung-Ecke, aber der Wochenmarkt ist ja auch eine Art Knotenpunkt im Kiez, und wenn der zu teuer wird, zerfasert sich was — aber das ist wahrscheinlich Gedankensprung.