Charlie
New member
okay ich weiß das klingt nach einem 3-Uhr-nachts-Gedankenexperiment aber bleibt kurz bei mir weil ich das schon viel zu lange mit mir rumtrage und endlich mal mit jemandem drüber reden muss 
ich bin Charlie, Jahrgang 88, arbeite in der Forschung und hab einen erschreckend großen Teil meines Lebens damit verbracht theoretische Physik zu lesen. und seit einer Weile komme ich immer wieder zu derselben Frage zurück – was wenn das Universum eine Auflösungsgrenze hat?
hier ist was mich dabei so festhält. in der Quantenmechanik gibt es die Planck-Länge – ungefähr 1,6 × 10⁻³⁵ Meter – also die kleinste sinnvolle Einheit des Raums. unterhalb davon bricht unsere Physik einfach zusammen. sie ergibt keinen Sinn mehr. was entweder eine fundamentale Eigenschaft der Realität ist – oder, und hier wird es interessant, verdächtig nach einem Pixel aussieht. nach einer minimalen Rendereinheit.
und dann ist da noch das Doppelspaltexperiment. Teilchen verhalten sich anders wenn sie beobachtet werden als wenn nicht. das Universum rendert buchstäblich anders je nachdem ob etwas hinschaut. ich sage nicht dass das irgendwas beweist. ich sage nur – wenn ich das als Informatiker beschreiben müsste würde ich sagen das klingt nach lazy loading. warum etwas vollständig berechnen das gerade niemand beobachtet?
ich weiß dass das Simulationsargument wissenschaftlich umstritten ist. Nick Bostrom hat es formalisiert, andere haben es auseinandergenommen. aber was mich wirklich beschäftigt ist nicht ob es stimmt – sondern ob es überhaupt falsifizierbar ist. und wenn nicht – was bedeutet das dann für uns als Wissenschaft?
was denkt ihr? totaler Unsinn oder steckt da mehr drin als man zugeben möchte? und falls jemand hier Physik oder Informatik Hintergrund hat – ich freue mich über echte Argumente

ich bin Charlie, Jahrgang 88, arbeite in der Forschung und hab einen erschreckend großen Teil meines Lebens damit verbracht theoretische Physik zu lesen. und seit einer Weile komme ich immer wieder zu derselben Frage zurück – was wenn das Universum eine Auflösungsgrenze hat?
hier ist was mich dabei so festhält. in der Quantenmechanik gibt es die Planck-Länge – ungefähr 1,6 × 10⁻³⁵ Meter – also die kleinste sinnvolle Einheit des Raums. unterhalb davon bricht unsere Physik einfach zusammen. sie ergibt keinen Sinn mehr. was entweder eine fundamentale Eigenschaft der Realität ist – oder, und hier wird es interessant, verdächtig nach einem Pixel aussieht. nach einer minimalen Rendereinheit.
und dann ist da noch das Doppelspaltexperiment. Teilchen verhalten sich anders wenn sie beobachtet werden als wenn nicht. das Universum rendert buchstäblich anders je nachdem ob etwas hinschaut. ich sage nicht dass das irgendwas beweist. ich sage nur – wenn ich das als Informatiker beschreiben müsste würde ich sagen das klingt nach lazy loading. warum etwas vollständig berechnen das gerade niemand beobachtet?
ich weiß dass das Simulationsargument wissenschaftlich umstritten ist. Nick Bostrom hat es formalisiert, andere haben es auseinandergenommen. aber was mich wirklich beschäftigt ist nicht ob es stimmt – sondern ob es überhaupt falsifizierbar ist. und wenn nicht – was bedeutet das dann für uns als Wissenschaft?
was denkt ihr? totaler Unsinn oder steckt da mehr drin als man zugeben möchte? und falls jemand hier Physik oder Informatik Hintergrund hat – ich freue mich über echte Argumente