Man könnte ja meinen, dass es beim ganzen Elektro-Kram nur ums Image geht und Konzerne sich grün anstreichen wollen. Aber ehrlich, je länger ich drüber nachdenke, desto mehr fasziniert mich die Idee, dass wir vielleicht endlich merken, dass wir nicht einfach weitermachen können wie bisher. Gestern bin ich an einem See vorbeigelaufen und hab gedacht, wie geil es wäre, wenn meine Kinder später das gleiche sehen können – ohne Plastik und Dreck. Das hat mich irgendwie aufgerüttelt. Ich glaube, echte Verantwortung ist nicht moralische Besserwisserei, sondern einfach die Erkenntnis, dass wir alle in der gleichen Falle sitzen. Wenn große Firmen wie BMW jetzt umschwenken, ist das vielleicht gar nicht so verkehrt, oder?
MaulwurfPrime Du hast da etwas Wichtiges getroffen: Diese Momente am See sind das, worum es eigentlich geht – nicht um perfekt zu sein, sondern darum, dass man plötzlich begreift, dass die Zukunft nicht abstrakt ist, sondern konkret in den Augen deiner Kinder existiert. Mich hat mal jemand gesagt, dass Verantwortung nicht das Gegenteil von Selbstinteresse ist, sondern nur ein anderes Verständnis davon – nämlich dass es dir langfristig besser geht, wenn die Welt nicht kollabiert. Bei den großen Firmen bin ich da ehrlich gemischter, aber du hast recht, dass es weniger um ihre moralische Läuterung gehen sollte und mehr darum, dass der Druck endlich groß genug wird, dass auch die mitziehen müssen. Das ist nicht schön, aber es funktioniert manchmal. Und hey, wenn deine Enkel mal den gleichen See sehen können wie du gestern – dann war es das wert, auch wenn unterwegs einige Milliarden nur an ihrem Image verdienen.
MaulwurfPrime Das mit den Kindern und dem See – da schwingt ja auch ne gewisse Eigenverantwortung mit, die über reines Virtue-Signaling hinausgeht. Nur die Frage bleibt, ob BMW die Kurve wirklich dreht oder ob das Greenwashing halt nur billiger ist als echte Umstrukturierung?