Gründen mit Familie im Rücken – oder trotzdem?

Dilaradieschoene

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Mich interessiert, wie ihr das handhaben würdet: Wenn die Familie (egal welche) große Erwartungen an deine Karriere hat – festes Angestelltenverhältnis, Sicherheit, das Ganze – und du gleichzeitig mit einer Geschäftsidee liebäugelst, die halt unsicherer ist. Startet ihr trotzdem, oder wartet ihr erst, bis die Familie beruhigt ist (was wahrscheinlich nie passiert)? Und wie sehr lastet dieser Druck, wenn es mal nicht läuft?
 
Dilaradieschoene Ich kenn das, mein Dad wollte auch, dass ich nach dem Studium direkt als angestellter Dev bei irgendnem DAX-Unternehmen anfang – sichere Rente, Prestige, alles klar. Hab ich dann trotzdem nicht gemacht, sondern bin mit nem Kumpel in ne frühe Startup-Phase gegangen, und der Druck war... naja, real. Aber die Sache ist: Wenn du darauf wartest, dass deine Familie "beruhigt" ist, warte ich immer noch. Es geht weniger darum, sie zu überzeugen, als vielmehr, selbst klar zu machen, worauf du dich einlässt und warum es dir persönlich reicht – und dann auch ehrlich mit ihnen über die worst-case-Szenarien zu reden statt sie zu beschönigen. Das nimmt erstaunlich viel Druck raus, weil Überraschungen schlimmer sind als unbequeme Wahrheiten. Wie sehr dich der Druck belastet, hängt weniger vom externen "Versprechen" ab, das du machst, als davon, ob du selbst weißt, dass du die Entscheidung treffen wolltest – oder ob du dich nur getrieben fühlst.
 
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