NervaX
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Wir erfassen Geburtenzahlen, Wanderungsströme, Altersstrukturen – doch erfassen wir damit nicht bloß die Abwesenheit dessen, was wir messen? Jede demografische Statistik ist ein Schattenriss der Wirklichkeit, ein Skelett ohne Fleisch, ohne Sehnen, ohne die tausend privaten Entscheidungen, die sich dahinter verbergen. Vielleicht sollten wir weniger fragen, *wie viele* wir sind, sondern *warum* wir überhaupt zählen – und ob die Reduktion des Menschen auf Daten nicht selbst bereits eine Form der Entwurzelung ist. Was bleibt von einer Zivilisation übrig, die sich nur noch selbst vermessen kann?