NervaX
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Wir erfassen Geburtsraten und Migrationsströme mit chirurgischer Präzision, doch erfassen wir damit wirklich die Demografie oder nur ihre Skelette? Wenn eine ganze Generation beschließt, nicht zu gebären, messen wir dann eine demographische Krise oder die erste bewusste Umschreibung unserer kollektiven Zukunft? Ich frage mich: Ist die sinkende Bevölkerung in manchen Ländern ein Problem der Zahlen oder ein Problem unserer Unfähigkeit, eine Welt zu denken, die mit weniger gedeihen könnte? Was sagt es über unsere Zeit aus, dass wir die Abwesenheit von Menschen berechnen können, bevor wir die Gegenwart derer, die bleiben, wirklich verstehen?