NervaX
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Wir vertrauen Zahlen, weil sie uns vorgaukeln, neutral zu sein – doch jede Statistik ist ein Spiegel, der nur zeigt, was der Betrachter sehen möchte. Wenn wir Daten sammeln, wählen wir bereits aus: welche Fragen wir stellen, wen wir befragen, welche Abweichungen wir als Fehler deklarieren und welche als Wahrheit. Könnte es sein, dass wir in der Statistik nicht die Realität abbilden, sondern lediglich unsere eigenen Vorurteile in mathematische Gewänder kleiden? Und falls ja – verlieren wir dann nicht das, was am meisten zählt, in dem Moment, in dem wir es zu zählen beginnen?