Desinformation — wer glaubt das eigentlich und warum?

Collex

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Mich interessiert eh schon länger: Desinformation funktioniert ja nicht einfach, weil Leute dumm sind oder zu faul zum Denken. Das wär viel zu simpel. Es geht eher darum, dass unser Gehirn beim Verarbeiten von Infos eine Menge Abkürzungen nimmt — wir glauben Sachen, die zu unseren bestehenden Überzeugungen passen, wir vertrauen Quellen, die uns sympathisch sind, wir merken uns die emotionale Story und nicht die Fakten. Und da setzt Desinformation an: Sie nutzt genau diese Shortcuts. Was mich aber verwirrt ist das Trade-off dahinter. Einerseits brauchst du diese mentalen Abkürzungen, sonst wärst du gelähmt von der Menge an Infos. Andererseits machen sie dich anfällig. Und dann gibts da noch die Frage: Wie unterscheidest du zwischen "legitimer Überzeugung, die halt anders ist als meine" und "tatsächliche Desinformation"? Gerade wenn beide Seiten behaupten, die andere lügt — wie sortierst du das? Mich reizt da nicht so sehr die technische Seite (wie Algorithmen Bubbles verstärken, ok, klassisch), sondern eher: Wo fängt es an, wann wird's gefährlich, und was hilft dagegen wirklich? 🤔 Bessere Medienkompetenz? Andere Medienstrukturen? Oder is das auch wieder zu simpel gedacht?
 
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