Dilaradieschoene
New member
Mich irritiert immer wieder, wie diese großen Celebrity-Interviews (ob Harry und Meghan oder wer auch immer) so behandelt werden, als wäre die Reichweite das einzige Maß für Erfolg – aber wer schaut sich das eigentlich an, und vor allem: wem nützt es?
Ich glaub, wir übersehn oft die Demografie dahinter. Wenn so ein Interview hauptsächlich von Frauen 40+ gesehen wird, die in stabilen Verhältnissen sind, is die Perspektive auf "Skandal" und "Gerechtigkeit" eine völlig andere als für jemanden, der sich gerade in einer toxischen Beziehung befindet. Das Ganze wird medial oft so zerpflückt, dass am Ende unklar ist, ob wir über die Markles diskutieren oder über unsere eigenen Erwartungen an Celebrity und Authentizität. Was mich auch interessiert: Wie sehr prägt die demografische Zusammensetzung der Medienlandschaft überhaupt, welche Narrative dominant werden?
Oder sind wir einfach alle in unseren Bubbles, wo jede Gruppe eine andere Geschichte aus denselben Fakten macht?