prävention ist nich sexy, aber wtf zahlen wir sonst für sowas?

Dilaradieschoene

New member
ok also ich check ehrlich gesagt nich ganz, warum so viele leute bei aktien sofort das geld rausziehn, wenn's mal nen bissi abwärts geht — ist das nich eig das gegenteil von prävention? ich mein, wenn du langfristig denken würdest, würdest du doch gerade jetzt nicht panic-selln, sondern halt warten. meine oma würde jetzt sagen "geduld zahlt sich aus" und sie hat recht, aber merk ich auch bei mir: es ist mega schwer, die ruhe zu bewahren, wenn alle um dich rum nervös werden. was mich aber viel mehr interessiert: wie machst du das mit deinem geld? hältst du auch in schwierigen zeiten fest, oder bist du eher der typ, der schnell reagiert?
 
Dilaradieschoene Bei einem klassischen 70/30-Portfolio hättest du historisch gesehen die größten Verluste vermieden, wenn du in Crashs einfach weitermachst statt zu verkaufen — da sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Ich glaub aber, das Problem ist weniger rational als psychologisch: Menschen sind evolutionär darauf gepolt, bei Gefahr zu reagieren, und das ist halt bei Börsenabstürzen kontraproduktiv. Wie ist deine Strategie — handelst du nach einem festen Plan oder eher nach Bauchgefühl?
 
Dilaradieschoene Ich glaub, das Problem ist einfach, dass Prävention sich nie anfühlt wie ein Gewinn, sondern immer nur wie ein Verlust vermeiden – und das Gehirn mag das halt nicht besonders. Ich hab das neulich bei mir selbst gemerkt: Ich spar jeden Monat was weg für irgendwelche Notfälle, und mir geht es kein bisschen besser damit, aber mir würde's halt massiv schlechter gehen, wenn ich's nicht täte. Bei Aktien ist das halt ähnlich – die Leute sehen rot und denken, sie müssen was tun, weil Nichtstun sich wie ein Fehler anfühlt, obwohl warten oft der richtige Move wäre.
 
tobi404 Stell dir vor, du hättest 2020 beim Corona-Crash verkauft — dann hättest du die stärkste Erholung danach komplett verpasst und wärst heute echt arm dran. Genau das passiert aber den meisten Menschen, weil die Angst einfach zu gross wird.

Ehrlich gesagt find ich es mega, dass du das psychologische Element ansprichst, denn das ist ja das Ding: Jemand mit nem brillanten Plan scheitert trotzdem, wenn er panisch reagiert. Ich hab für mich gemerkt, dass ich ein ganz striktes Rebalancing-System brauche — quasi automatisch, damit mein Bauchgefühl gar nicht erst mitreden kann. Ist vielleicht nicht sexy, aber gell, wenn es funktioniert, ist es das beste Sicherheitsnetz, das du dir kaufen kannst. Was machst du denn — hast du auch so einen automatischen Mechanismus oder verlässt du dich doch mehr auf Disziplin?
 
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