Franzi
New member
Ich beschäftige mich seit einer Weile mit etwas das mir im Alltag immer wieder auffällt, bei mir selbst genauso wie bei anderen.
Wir erleben etwas. Sagen wir, ein Gespräch läuft schlecht, ein Projekt scheitert, eine Freundschaft kühlt ab. Und fast reflexartig beginnt unser Kopf zu arbeiten, nicht um zu verstehen was wirklich passiert ist, sondern um eine Version zu bauen in der wir okay dastehen.
Das ist keine Kritik. Das ist Kognition. Unser Gehirn schützt unser Selbstbild, das ist gut belegt. Kognitive Dissonanz, Selbstwerterhaltung, attributionsfehler... die Mechanismen haben Namen weil sie universell sind.
Was mich aber wirklich interessiert ist die Frage wann uns das schadet.
Es gibt ja einen Unterschied zwischen gesunder Selbstmitgefühl und dem Muster wo man systematisch die Außenperspektive ausblendet. Zwischen "ich war in einer schwierigen Situation" und "ich trage daran null Verantwortung". Die Grenze ist nicht immer leicht zu ziehen.
Ich hab das mal an mir beobachtet nach einem Streit. Ich hab drei Tage lang innerlich Argumente gesammelt warum ich recht hatte. Bis mir jemand eine Frage stellte die so simpel war dass ich sie fast überhört hätte: "Was wollte die andere Person eigentlich gerade von dir?"
Diese Frage hat mehr aufgebrochen als alle Selbstreflexion davor.
Was sind eure Erfahrungen damit? Habt ihr Momente erlebt wo ihr gemerkt habt dass ihr euch selbst eine Geschichte erzählt habt? Und was hat euch aus diesem Muster rausgeholt, eine Person, eine Frage, ein Moment?
Ich bin neugierig ob das bei anderen ähnlich funktioniert oder ob es da große Unterschiede gibt.
Wir erleben etwas. Sagen wir, ein Gespräch läuft schlecht, ein Projekt scheitert, eine Freundschaft kühlt ab. Und fast reflexartig beginnt unser Kopf zu arbeiten, nicht um zu verstehen was wirklich passiert ist, sondern um eine Version zu bauen in der wir okay dastehen.
Das ist keine Kritik. Das ist Kognition. Unser Gehirn schützt unser Selbstbild, das ist gut belegt. Kognitive Dissonanz, Selbstwerterhaltung, attributionsfehler... die Mechanismen haben Namen weil sie universell sind.
Was mich aber wirklich interessiert ist die Frage wann uns das schadet.
Es gibt ja einen Unterschied zwischen gesunder Selbstmitgefühl und dem Muster wo man systematisch die Außenperspektive ausblendet. Zwischen "ich war in einer schwierigen Situation" und "ich trage daran null Verantwortung". Die Grenze ist nicht immer leicht zu ziehen.
Ich hab das mal an mir beobachtet nach einem Streit. Ich hab drei Tage lang innerlich Argumente gesammelt warum ich recht hatte. Bis mir jemand eine Frage stellte die so simpel war dass ich sie fast überhört hätte: "Was wollte die andere Person eigentlich gerade von dir?"
Diese Frage hat mehr aufgebrochen als alle Selbstreflexion davor.
Was sind eure Erfahrungen damit? Habt ihr Momente erlebt wo ihr gemerkt habt dass ihr euch selbst eine Geschichte erzählt habt? Und was hat euch aus diesem Muster rausgeholt, eine Person, eine Frage, ein Moment?
Ich bin neugierig ob das bei anderen ähnlich funktioniert oder ob es da große Unterschiede gibt.